Archiv der Kategorie: Theaterfabrik

Anders

Die Theaterfabrik|9 mit dem Oberthema „Anders“ ist beendet. In 4 Werkstätten beschäftigten sich rund 45 Kinder und Jugendliche mit diesem Thema.  Am 12.4. wurden die Ergebnisse in einer Werkschau vorgestellt.
Das Spiel „Theo versteht die Welt nicht mehr“ der Gruppe „Bewegung und Maskenspiel“ unter Leitung von Brit Bartuschka, mit viel Musik unterlegt und spritzig vorgetragen, stand am Anfang.
Zum Inhalt:
Warum sagen alle, sein Vater kommt vom Uranus ?
Seine Großeltern sind nie dagewesen. Also kann es nicht sein.
Andere behaupten, sein Vater sei Höhlenforscher. Aber er mag gar keine Höhlen.
Und sein Onkel behauptet, der Vater wäre Rosengärtner. Und dass, obwohl sein Vater gar keine Rosen mag.
Das macht ihn alles sehr traurig. Und wütend.
Schließlich die Auflösung: „Ach so! Und das alles nur, weil du schwul bist und Männer liebst!“
Jetzt sagen auch die anderen: „Das ist doch ganz normal. Jeder ist anders.“ Und dann zählt jeder auf, was ihn von anderen unterscheidet.

Danach spielte die Radio-Werkstatt ihre Interviews zum Thema ANDERS vor. Dieser Zusammenschnitt kann hier nachgehört werden: Interviews „Wer ist anders?“
Es folgte die Gruppe „Theater und Spiel – Mensch – Müll und Möglichkeiten.“
„Es gab eine Zeit in der die Welt im Gleichgewicht war. Die Meere waren lebendig und rein, die Kontinente reich an Pflanzen und Tieren und ein paar Menschen“, so beginnt das kleine Theaterstück, das diese Gruppe unter Anleitung von Lysann Schläfke erarbeitet hatte.
Dann stellen die Kinder dar, dass die Menschen durch ihre Gier die Umwelt mehr und mehr vermüllt und verschmutzt haben. Während die Erwachsenen noch überlegen, ob man lieber mit 200 oder mit 270km/h mit dem Auto nach Paris fahren solle, fordern die Kinder eine Umkehr. Auch ein Superman, der vorschlägt, allen Plastikmüll klein zu machen, ist keine Lösung. Er macht das Plastik zu Mikroplastik, das noch gefährlicher ist.

Schließlich schließen sich die Kinder der Aktion „Friday for future“ an und verlassen die Bühne, während im Hintergrund eine Rede von Greta Thunberg abgespielt wird.
Nach dieser kleinen Demonstration folgt als letztes die Präsentation von „Alice- aber anders“. Der Film wird abgespielt, zwischendurch auch eine Szene life vorgeführt.

Damit ist die Werkschau beendet. Eine Werkschau, die diesmal sicher viel Gesprächsstoff und Anregungen zum Nachdenken geliefert hat.
Eine Galerie mit Fotos von der ganzen Werkschau kann hier aufgerufen werden. Anmerkung: Die Galerie ist nur grob geordnet und folgt nicht dem Ablauf der Werkschau. Für die, die dabei gewesen sind, sollte sie aber ausreichend sein.

Ein Bericht über die Übungstage finden Sie hier.

Schlussbild: Alle Beteiligen der Theaterfabrik sammeln sich noch einmal für ein gemeinsames Foto auf der Bühne.
Schlussbild: Alle Beteiligen der Theaterfabrik sammeln sich noch einmal für ein gemeinsames Foto auf der Bühne.

Theaterfabrik 9 „Anders“

Vom 8. – 12.April findet die 9.Theaterfabrik in den Räumen der GS Rheinstraße statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Anders“.

Organisatoren sind die Junge Landesbühne und die Junge Volkshochschule. Der Anmeldeflyer wird in den nächsten Tagen in der GS Rheinstraße und danach in allen anderen Schulen in Wilhelmshaven und Umgebung verteilt. Der Anmeldeflyer kann hier heruntergeladen werden: Theaterfabrik 2019 Flyer
Die Anmeldungen müssen bei der Volkshochschule abgegeben werden.Sie werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 15.3.2019. Bei späteren Anmeldewünschen bitte unbedingt vorher bei der VHS anrufen.
Das Beitragsbild stammt von der Abschlusspräsentation der Theaterfabrik 7 (2017). Berichte über die Theaterfabriken ab 2014 sind auf dieser Seite verfügbar Theaterfabriken 4-8.
Stand der Information: 19.2.2018

Feuer, Feuer, Ungeheuer…

Feuer ist in diesem Jahr das Thema der Theaterfabrik, die seit dem 19.3. in den Räumen der Grundschule Rheinstraße stattfindet. Mehr als 50 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 13 Jahren beschäftigen sich in 5 Werkstätten auf verschiedene Weise mit diesem Thema. Organisiert wird diese Veranstaltung, die mittlerweile zum 8.Mal stattfindet, von der Jungen Landesbühne und der Jungen VHS. Außerdem ist Radio Jade mit von der Partie.

Am zweiten Übungstag konnten vier der fünf Werkstätten schon erste Zwischenergebnisse vorführen.
Die von Zirkuspädagogin Ines Rosemann angeleitete Werkstatt hatte das Bauen diverser Pyramiden bereits intensiv geübt. Zur Freude der Kinder gelang es auch, Zirkushund Bica in die Vorführung einzubauen.
Am Nachmittag stand dann die erste praktische Erfahrung mit Feuer auf dem Programm. Eine brennende Fackel wurde zunächst herumgegeben, dann der Pädagogin zugeworfen und – wer sich traute – durfte sie auch wieder auffangen.


In der Radio-Gruppe wurde gerade mit Karsten Hoeft ein Song zum Thema Feuer geübt. Für den Nachmittag war ein Besuch bei der Feuerwehr angesetzt, um Feuerwehrleute zu interviewen.

Brit Bartuschka, inzwischen geradezu Theaterfabrik-Urgestein, leitet auch in diesem Jahr die Werkstatt „Bewegung und Maskenspiel“. Hier steht die Arbeit der Feuerwehr im Mittelpunkt, und so heißt das Spiel „Frühstückspause bei der Feuerwehr“. Zwei Szenen waren am Dienstagmittag bereits erarbeitet. Einzelheiten werden nicht verraten!

Auch die Werkstatt Feuer – Bild – Bühne war in den ersten eineinhalb Tagen sehr fleißig. Neben einigen kleinen, gemeinsam gemalten Bildern, präsentierten die Kinder ein großes Gemeinschaftswerk mit mythologischen Feuerfiguren. Auf der anderen Seite gestalteten die Kinder gerade ein große Bild zum Thema „Feuer in der Steinzeit“. Die Werkstatt wird von der Kostüm- und Bühnenbildnerin Angelika Wedde geleitet.

Überwiegend mit älteren Kindern und Jugendlichen besetzt ist die Werkstatt Spiel, erstmals geleitet von Anna-Lena Rode, Theaterpädagogin und Dramaturgin an der Jungen Landesbühne. Konkretes zu sehen gab es zwar noch nicht, aber die phantasievolle Aufstellung für das Gruppenfoto verheißt eine großartige Performance am Freitag nachmittag.

Das Bühnenbild-Team vor dem fertigen Werk. Die Rückseite ist als Titelbild dieses Beitrags zu sehen.

Einen weiteren Probenbesuch machte ich am Donnerstag, dem 4.Tag der Theaterfabrik. Alle Gruppen große Fortschritte gemacht. Das Bühnenbild – zweiseitig bemalt und 5 x 2,71m groß – war fertig. (Ein Teil davon ist als Titelbild dieses Artikels zu sehen.) Weil das Bild so groß ist, musste sich die Gruppe am Vormittag auf den Weg ins Stadttheater machen, um dort in der Tischlerei eine ausreichend große Leiste zum Aufhängen zu bekommen.

Malina (Mitte) interviewt Ines über die Arbeit mit der Zirkus-Gruppe.

Die Zirkus-Gruppe übte die Pyramiden auf der Bühne. Auch Hündin Bica war dabei. Das Üben mit den Fackeln, das nur draußen möglich ist, kam wegen des regnerischen und kalten Wetters leider etwas kurz.
Die Radio-Gruppe, die am Freitag für die Moderation zuständig ist, schickte ihre Reporter aus, um sich vorzubereiten.

Intensiv an ihrer Aufführung gefeilt hatte die Gruppe „Bewegung und Maskenspiel“. Doch die Feuerwehr kam immer noch nicht zu ihrer Kaffeepause.Mal seh’n, ob es am Freitag klappt.
Ein richtiges Theaterstück mit festen Rollen probte die Gruppe „Spiel“. Auf der Spielfläche in der Aula machte das ganze schon einen ziemlich professionellen Eindruck.
Man darf auf die Werkschau, mit der die Theaterfabrik traditionell abgeschlossen wird, gespannt sein. Sie findet am Freitag, dem 23.3. um 15.30 in der Aula der Grundschule Rheinstraße statt. Alle Interessenten sind dazu herzlich eingeladen.

Manches ist schwarz, manches ist weiss…

… das allermeiste ist keins von beiden ! Den Song erarbeiteten die Kinder der Radiowerkstatt im Rahmen der Theaterfabrik 2017 gemeinsam mit Musikredakteur Karsten Hoeft von Radio Jade. Schwarz oder weiß – das war das Motto der Theaterfabrik|7 , die vom 19. – 22.4. in den Räumen der Grundschule Rheinstraße stattfand und am 22.4. mit einer Werkschau abgeschlossen wurde. Manches ist schwarz, manches ist weiss… weiterlesen

WHV = Wir haben Verantwortung

„Bei den heutigen Umständen in der Welt möchten sich die meisten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen. Wohin man auch schaut, Krieg, Flucht, Terror, Gewalt und  in vielen Bereichen ein Umgang mit der Natur als gäbe es kein morgen.“
So beginnt die Aufführung der Werkstatt Spiel, mit der die Werkschau abgeschlossen wird. Langsam kommen die Kinder unter einer Plastikfolie hervor. Kinder unter Folie

Es folgt eine bunte, nicht immer ganz verständliche Folge von Szenen, bei denen deutlich wird, wie intensiv und teilweise philosophisch sich die Kinder und Jugendlichen dieser Gruppe mit dem Thema auseinandergesetzt haben.
Was fehlt uns in Wilhelmshaven? Eine richtige Shopping-Mall? Ein Freizeitpark mit einer Achterbahn? Ein großes Schwimmbad? Kann es ein neuer Slogan bringen?  „Wir Haben Verstand“, „Wir Halten Versprechen“, das sind einige Ideen.

Achterbahn
Spaß in der Achterbahn

Zwischendurch immer wieder Janno als fliegender Händler, der alles anpreist, was gerade gefragt ist. Anfangs sind es Mauern und Zäune, später Waffen. Mit einer einfachen Waffel mit Nutella kann er aber nicht dienen.

Wie geht es weiter mit der Welt? Wird es einen dritten Weltkrieg geben? Werden danach die Aliens die Erde übernehmen? Dazu springt die nächste Szene ins Jahr 2345. Der Roboter Robert, Lehrer an der Schule Rheinstraße unterrichtet über den 1., 2. und den 3. Weltkrieg. Jana, Marie und Alissa als „dreidimensionales Hologramm“ in sinnfreiem Streit. „Ich bin dafür“ „Ich bin dagegen!“ „Ich hab mich noch nicht entschieden.“ Der Waffenhändler bietet seine Waffen an. Die Auseinandersetzung wird heftiger. Robert unterbricht sein Hologramm. „Wie Sie sehen, ist Krieg eine ziemlich brutale und sinnlose Sache, die möglichst schnell gestoppt werden sollte.“

Roboterlehrer Robert
Thore als Roboterlehrer Robert im Jahr 2345. Was waren die Ursachen der 3.Weltkriegs? Das weiß keiner so genau.

Dann ist es Zeit für eine Zeitreise. In die Gegenwart. Während dessen wird das Gedicht „Die Entwicklung der Menschheit“ von Erich Kästner aus dem Jahr 1932 vorgelesen, heute so aktuell wie damals.
Robert zu den Zuschauern, nachdem er erfragt hat, dass er im April 2016 gelandet ist: „Dann habt ihr ja noch ein bisschen….von wegen 1.,2. und 3.Weltkrieg und so.“ Und zum Trost: „Aber das wird schon wieder. Und außerdem gibt es einen großen Wiederaufbau.“
Nach einigen weiteren Visonen wird das bis dahin gesagte abgeschwächt. „Nehmt das einfach mal so an. In Wirklichkeit kommt das sowieso ganz anders.
Das Spiel endet mit dem Ruf „WHV -wir haben Verantwortung!“
Verbeugung und Klatschen. Ende?

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Wir haben noch einen alternativen Schluss. Wollt ihr den sehen?

Jana kommt noch einmal nach vorne. „Wir haben noch ein alternatives Ende erarbeitet. Wenn ihr wollt, können wir das noch zeigen.“ Natürlich wollen die Zuschauer. Nun kommen endlich die Aliens, gegen die Robert sich wehren muss. „Und wenn er nicht gestorben ist, dann kämpft er noch heute.“

Alternativer Schluss
Robert und die Aliens.

Noch einmal Verbeugungen, Klatschen, Abgang der Gruppe.
Die Theaterfabrik 2016 ist zu Ende. Dank an alle Beteiligten. Alle, die teilgenommen oder geholfen haben, stellen sich noch einmal auf. Letzte Fotos werden gemacht. Viele wollen auch 2017 dabei sein.

Abschlussfoto Theaterfabrik 6
Abschlussfoto mit allen Teilnehmern, die bis zum Schluss durchgehalten haben.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Leistungen hochmotivierte Kinder, professionell angeleitet, in wenigen Tagen erbringen können, wie viele Ideen entstehen und wir intensiv sich die meisten mit dem Thema auseinander setzen. Wir hoffen, dass die Arbeit im Jahr 2017 in der Theaterfabrik 7 fortgesetzt werden kann.

Wir sind keine Roboter

Die Theaterfabrik|6 wurde am 2.4. mit einer gut besuchten Werkschau abgeschlossen. Nach einleitenden Worten von Bert Bergner, Rektor der Grundschule Rheinstraße, Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne und Christina Heide von der Volkshochschule darf dieses Mal die Werkstatt Musik beginnen.
Aula mit NoNameStars
Als No Name Stars singen sie ihre Wünsche an die Welt, wie sie ihnen gefällt: Jolina möchte keine Traurigkeit mehr spüren, Leyla möchte später einmal einen Arbeitsplatz und Jeremy will Feuerwehrmann werden. Tim träumt davon, Ninja-Polizist zu sein und Tammo sorgt für Heiterkeit, als er singt „Ich möchte keine Schule mehr!“.
Nach kurzem Umbau folgt die Gruppe Bewegung und Maskenspiel. Musikalisch umrahmt von den No Name Stars, aber im wesentlichen zur Musik von Pink Floyd (Good Bye, blue Sky und The Trial) führen die Kinder eine beeindruckende Choreografie vor,Fröhliches Kinderspiel bei der die fröhlich spielenden Kinder zunächst in gleichschrittig marschierende Roboter verwandelt werden. Schließlich brechen einige von ihnen aus, zerstören die Wand und bauen sie anschließend mit ihren Vorstellungen einer fröhlichen Welt wieder auf.
Kinder werden zu Robotern
Diese Vorstellung lebt so sehr von der Musik, dass sie sich leider mit den Fotos nur unzureichend wiedergeben lässt.
Aufbau der fröhlichen Mauer

Fröhliche Mauer
Die fröhliche Mauer (Durch anklicken kann die Mauer stark  vergrößert angezeigt werden.)

Es folgt eine kleine Pause, damit die Zuschauer die Ausstellung der Werkstatt Experiment ansehen konnten.
Das Ergebnis der Werkstatt Spiel ist in einem gesonderten Beitrag dargestellt.
Hier geht es zur Bildergalerie.

Zukunftswelten

„Ich wünsch mir, dass es keine Schule mehr gibt, sondern dass man von Geburt an alles weiß“ , antwortet ein Teilnehmer der Theaterfabrik 6 auf die Frage, wie er sich die Welt in 20 Jahren vorstellt. Andere Kinder träumen von Robotern, die uns alle Arbeit abnehmen, befürchten, dass es keine Geschäfte mehr gibt, weil wir alles im Internet bestellen oder hoffen, dass die Stadt Wilhelmshaven schöner wird und es nicht mehr so viele Baustellen gibt.
Zukunftswelten – das ist das Thema der diesjährigen Theaterwerkstatt, die derzeit zum 6.Mal in den Räumen der Grundschule Rheinstraße stattfindet. Rund 50 Kinder, davon ein Drittel von der Schule Rheinstraße sind diesmal dabei, viele auch nicht zum ersten Mal.
Nach dem morgendlichen Warm-up verteilen sich die Kinder auf 5 Werkstätten. Brit Bartuschka arbeitet in der Aula mit Bewegung und Maskenspiel. Das, was die Kinder am Nachmittag des zweiten Tages präsentiert, macht schon einen durchdachten und choreografierten Eindruck.

Miriel und Mika
Brit Bartuschka gibt Miriel (mit Maske) und Mika einige Hinweise zum Spiel.
Spiel 2
Werden hier Kinder zu Robotern? Das Spiel lässt viele Deutungsmöglichkeiten.

Die Werkstatt „Radio“ mit Fabian Metzner von Radio Jade arbeitet im Computerraum. Die Kinder haben bereits einige Interviews gemacht und sind jetzt dabei, diese zu schneiden. Am Vormittag führte der Weg zur Flüchtlingshilfe, nachmittags ist ein Besuch älterer Mitbürger im Pauline-Ahlsdorff-Haus geplant.

Radio
„Fabian, ich hab‘ jetzt schon 13 Fragen“, ruft Chiara (vorne); es geht um das Interview, das mit  Bewohnern des Pauline-Ahlsdorff-Hauses gemacht werden soll. Fabian  hilft gerade Laurina und Alessia, ein aufgenommes Interview zu schneiden (hinten),

In der Werkstatt „Experiment“ wird dieses Mal hauptsächlich mit Müll gebastelt. Die Kinder Verfertigen daraus Häuser, Bäume, eine Schminkstation… Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Werkraum_Müllbateln
Im Werkraum: Was kann man aus Müll noch alles machen?

LuthienMelina

 

 

 

 

Die Kinder der Werkstatt Musik, geleitet von der Theatermusikerin Katharina Hoffmann,  singen uns ein Lied vor, in das jedes Kind seine eigenen Zukunftsvorstellungen eingebracht hat. Für die nahe Zukunft – die nächsten beiden Tage – hat die Gruppe noch einiges vor: Am Donnerstag will man die Gruppe „Bewegung und Maskenspiel“ besuchen und für die Choreografie eine passende Musik erabeiten. Am Freitag sollen Musikinstrumente selbst gebastelt werden.Uebeungstag_3-4_DSC00360_Musik-web

Die Werkstatt „Spiel“ mit Jeffrey von Laun arbeitet an einer Szene, in der ebenfalls ein Roboter eine Rolle spielt. Der Roboter ist Lehrer in der Schule Rheinstraße im Jahre 2345 – also gibt es die Schule doch noch recht lange – und will den Kindern die Entstehung des 3.Weltkrieges erklären. Dafür müssen die Kinder erst einmal üben, intensiv einen Streit zu spielen, dessen Ursache niemand mehr kennt…
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Auf die Werkschau am Samstag, dem 2.4. um 14.00 Uhr darf man gespannt sein.
Hier finden Sie einige weitere Bilder vom Probentag als Galerie. (Falls die Galerie nicht funktioniert, hier der (etwas komplizierte) Link ausgeschrieben: http://www.gs-rhein-whv.de/Verschiedenes/Galerie_Theaterfabrik6_Uebung/  ).Die Galerie ist auch für Tablets geeignet.
Nachtrag: Die Galerie wurde am 1.4. um einige Fotos ergänzt. Eine Berichterstatterin der WZ hat die Theaterfabrik gleichzeitig mit mir besucht. Was diese geschrieben hat, lesen Sie hier.

Theaterfabrik|5: Ein Probenbesuch

„Ich hätte auch lieber 10 Kinder in der Gruppe gehabt als nur 4“, sagt Schauspieler Jeffrey von Laun, als sich ein Teilnehmer beklagt, dass er so viele Rollen spielen soll. „Deshalb müsst ihr für 10 spielen.“

Anders als in den Vorjahren ist die Theaterfabrik dieses Mal nicht ausgebucht. Das hat seinen Grund sicher nicht an plötzlich mangelndem Interesse der Wilhelmshavener Kinder, sondern an einer sehr späten Ausschreibung – die wiederum konnte nicht früher erfolgen, weil das Geld, das eine solche Veranstaltung nun einmal kostet, erst sehr spät sicher zur Verfügung stand.

In der Kürze der Zeit konnten denn noch die Gruppen „Bewegung und Maskenspiel“, „Experiment“ und „Radio“ gefüllt werden; für die Gruppe „Spiel“ – sonst der Renner – fanden sich auf die Schnelle nur 5 Interessenten und die Gruppe „Musik“ kam gar nicht zustande. Oberthema ist in diesem Jahr DEN BLICK WEITEN – WEITE WELT, zu dem die verschiedenen Gruppen ihre unterschiedlichen Sichtweisen erarbeiten.

Die Teilnehmer treffen sich morgens in der Aula zu einem gemeinsamen Warm-up, bevor es dann in die einzelnen Gruppen geht. Am dritten Tag hatten sich schon die ersten Spiele dafür als Favoriten durchgesetzt, Kettenkrieger war einer davon.

Warm up am Donnerstag Morgen
Warm up am Donnerstag Morgen, in der Mitte Katharina Guleikoff von Radio Jade, die die Radio-Werkstatt leitet, etwas dahinter Jeffrey von Laun (Werkstatt Spiel). Auch unter den Kindern sieht man viele, die schon zum 2.,3. oder gar 4.Mal dabei sind.

Die Werkstatt „Bewegung und Maskenspiel“ hat sich eine Geschichte von einem Ritter ausgedacht, der verschiedene Erdteile besucht und dort einiges erlebt. Die ersten Szenen standen schon im Rohbau.

Gruppe Bewegung und Maskenspiel mit Brit Bartuschka
Regieanweisungen: Brit Bartuschka (rechts) leitet die Gruppe „Bewegung und Maskenspiel“

Die Radio-Gruppe, die in den letzten beiden Jahren hauptsächlich über die Theaterfabrik berichtete, hat sich dieses Mal zum Ziel gesetzt, ein Hörspiel zu erarbeiten. Am Mittwoch wurden bereits viele Aufnahmen gemacht und Geräusche gesammelt, am Donnerstag war die Gruppe damit beschäftigt, diese zusammenzuschneiden.

Radio-Werkstatt
Die Radio-Werkstatt ist der Computerraum. Hier werden die Aufnahmen geschnitten. Katharina und Imra helfen.
Hier werden die Aufnahmen am PC bearbeitet.
Hier werden die Aufnahmen am PC bearbeitet.

Die Gruppe „Spiel“ übt gerade intensiv an einem Text. Richtig sprechen! Hände ruhig halten! Gar nicht so einfach.
Gruppe Spiel übt

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Dann geht es an eine neue Szene. Wer spielt ein Flugzeug? Wer spielt den Flughafen? Und wie spielt man den Bremer Flughafen? Ohne Requisiten. Die Überlegungen dauern. Leider fehlt mir die Zeit, zu warten, bis das Flugzeug landet – ich bin mit der Gruppe „Experiment“ verabredet.

Dort wird dieses Mal mit Wasser experimentiert und gespielt. Die Kinder haben mir erzählt, dass sie eine Wasserschlacht machen. Mit Regenkleidung trifft sich die ganze Gruppe auf dem Schulhof. Dabei sind Wasserpistolen, kleine Wasserbomben, Schüsseln, Wasserflaschen, Regenschirme und Handtücher.
Zuerst einige Trockenübungen: Mit den Regenschirmen und mit den Handtüchern wird getanzt, dann üben die beiden Gruppen, wie man sich hinter den Regenschirmen verschanzt.

Noch bleibt es trocken: Übungen mit Regenschirmen und Handtüchern
Noch bleibt es trocken: Übungen mit Regenschirmen und Handtüchern

Einige Kinder werden ungeduldig – mit Wasser macht es mehr Spaß. Endlich geht es richtig los. Nachdem Naomi die dazu gehörende Geschichte erzählt hat, heißt es „Wasser marsch“.

Wasser marsch!
Wasser marsch!

Pistolen und Wurfgeschosse kommen zum Einsatz. Dass das ganze bestimmten Regeln folgt, haben noch nicht alle gecheckt. Einige sind zu langsam, einige zu schnell. Wasser nachfüllen und dann das ganze nochmal! Das zweite Mal klappt es besser. Doch dann ruft das Mittagessen.Experiment- Die Wasserschlacht Zwei Tage darf noch weiter geübt werden. Viel Spaß!

Die Galerie über diesen Probentag umfasst 100 Fotos. Sie ist hier abzurufen. Die Fotos sind nur grob ausgewählt.

Der Artikel wird noch überarbeitet.

D.Tiesfeld