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Sprachlernklasse eingerichtet

Seit Anfang Oktober gibt es an unserer Schule eine Sprachlernklasse . Die Kinder, die ohne ausreichende Deutschkenntnisse an unsere Schule kommen, gehen dann zunächst nicht mehr in eine der „normalen“ Klassen und werden von dort aus stundenweise in den DAZ (Deutsch als Zweitsprache)-Unterricht ausgelagert, sondern sie werden so lange getrennt beschult, bis sie dem Unterricht in einer Normalklasse folgen können. Sprachlernklasse eingerichtet weiterlesen

Sprachlernklasse eingerichtet

Seit Anfang Oktober gibt es an unserer Schule eine Sprachlernklasse . Die Kinder, die ohne ausreichende Deutschkenntnisse an unsere Schule kommen, gehen jetzt nicht mehr in eine der „normalen“ Klassen und werden von dort aus stundenweise in den DAZ (Deutsch als Zweitsprache)-Unterricht ausgelagert, sondern sie werden so lange getrennt beschult, bis sie dem Unterricht in einer Normalklasse folgen können. In der Sprachlernklasse wird nicht nur Deutsch, sondern auch Mathematik unterrichtet. Klassenlehrerin ist Frau Wippich, die seit mehreren Jahren den DAZ-Unterricht erteilt hat; im Fach Mathematik wird sie von Frau Borchert und Frau Felmberg unterstützt. An einigen Stunden in der Woche nehmen die Kinder am Unterricht der Stammklasse teil.

Schulausschuss in der GS Rheinstraße

Wenn es um die Schulen geht, dann ist der Schulausschuss das wichtigste Gremium innerhalb der politischen Landschaft der Stadt Wilhelmshaven. Zum zweiten Mal in den sechs Jahren des Bestehens unserer Schule tagte der Ausschuss am 6.3. bei uns.

Schulausschussitzung im Lehrerzimmer der GS Rheinstraße am 6.3.2014
Schulausschussitzung im Lehrerzimmer der GS Rheinstraße am 6.3.2014

Anlass der Einladung war die unbefriedigende Parksituation für die Lehrkräfte. Dieses Problem wurde mit Beginn dieses Jahres vorerst befriedigend gelöst, wofür Herr Bergner, der als Schulleiter die Ausschussmitglieder herzlich begrüßte, allen möglicherweise daran Beteiligten seinen Dank aussprach. Auch wenn somit keine aktuellen Probleme unserer Schule angesprochen werden mussten, nutzte Herr Bergner die Gelegenheit, dem Ausschuss die positive Entwicklung der Schule seit ihrer Einrichtung im Jahr 2008 vorzustellen. Er hob insbesondere hervor, dass Kinder vieler verschiedener Nationen bei uns unterrichtet werden, ohne das dieses zu Problemen führe. Außerdem sei unsere Schule bislang die einzige in Wilhelmshaven, die islamischen Religionsunterricht erteilen können. Aufgrund des hohen Zuzuges von nicht deutsch sprechenden Familien werde derzeit über die Einrichtung einer Sprachlernklasse nachgedacht.
Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Ganztagsbetrieb an den beiden künftigen Oberschulen, die ab dem 1.9. dieses Jahres schrittweise die bisherigen Haupt-und Realschulen ablösen werden; dem Antrag der Schulen wurde zugestimmt. Außerdem ging es um die Unterrichtsversorgung in Wilhelmshaven (dazu soll auf einer weiteren Sitzung Näheres gesagt werden) und um die Reinigung von EDV-Geräten .

Märchen auf Plattdeutsch

„Früher wurde bei uns nur Plattdeutsch gesprochen“ erzählte Hans Meinen, der im Ammerland lebt, den Kindern der Schule Rheinstraße. „Als ich vor 60 Jahren in die Schule kam, war Hochdeutsch für mich eine Fremdsprache, die ich erst lernen musste.“

Heute will Hans Meinen dazu beitragen, die plattdeutsche Sprache zu erhalten. Zu diesem Zweck reist er, der selbst viele Jahre Rektor einer Grundschule war, durch die Lande und erzählt den Kindern Märchen auf Plattdeutsch. Seine Erzählungen waren so klar und deutlich, dass auch die Kinder, die noch nie plattdeutsch gehört haben oder die vielleicht noch nicht einmal gut Deutsch können, sie verstehen konnten.

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Die Zahlen sind in vielen Sprachen ähnlich: Zwei heißt auf albanisch dy, auf russisch dva, auf englisch two und auf Plattdeutsch twee.

Zunächst einmal gab es eine kleine Einführung: Die Kinder zählten in den verschiedenen Sprachen, die in den Familien gesprochen werden, bis 10, und Herr Meinen wies die Kinder damit darauf hin, dass viele der heute gesprochenen Sprachen gemeinsame Wurzeln haben. So heißt zwei auf albanisch „dy“, auf russisch „dva“, auf englisch „two“ und auf Plattdeutsch „twee“.

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Melina, Frau Reyelts und Danny lauschen den Märchen aufmerksam. Melina hat eines der Märchen nacherzählt.

 

Dann erzählte er das Märchen von der Kuh und dem kleinen Fisch. Melina aus Klasse 2b hat es auf Hochdeutsch nacherzählt:

„Es war einmal eine große Kuh, die lebte auf einer Weide. Neben der Weide war ein großer Fluss. In dem Fluss lebte ein kleiner Fisch. Die Kuh trank immer fast den ganzen Fluss leer. Eines Tages trank die Kuh wieder so viel. Da sprang der Fisch aus dem Wasser und verschlang die Kuh.“

Es handelt sich übrigens um ein Märchen aus Serbien. Danach erzählte er noch das aus Norwegen stammende Märchen von den drei Ziegenböcken und dem Troll unter der Brücke, natürlich ebenfalls auf Plattdeutsch. Dank der Geräusche, bei denen die Kinder begeistert mitmachten, und der Mimik und Gestik des Erzählers stellten die Kinder fest: Plattdeutsch ist gar nicht so schwer.

Arabisch-Unterricht

Seit 2010 gibt es an der GS Rheinstraße als Kooperationsprojekt mit der VHS Arabisch-Unterricht für Kinder. Die Lehrerin ist die im Libanon geborene Rana Taleb, die seit fast 20 Jahren in Wilhelmshaven lebt.

Für Kinder dieser Schule gibt es mehrere an den Klassen orientierte  Gruppen . Daneben existiert  eine offene Gruppe für Schüler anderer Schulen, an der Kinder aus ersten bis achten Klassen teilnehmen, darunter sowohl ehemalige Rheinstraßen-Schüler als auch solche von anderen Schulen,  einige kommen sogar aus Varel.

Arabisch-Unterricht
Hier wird Hocharabisch in Wort und Schrift gelernt.

Die Kinder können, so berichtete Frau Taleb, alle mehr oder weniger gut umgangssprachliches Arabisch, das aber in den verschiedenen Ländern unterschiedlich ist. In ihrem Unterricht wird das Hocharabische in Wort und Schrift unterrichtet. Mit der arabischen Schrift, die völlig anders ist als unsere lateinische, kommen die Kinder schnell zurecht. Die Eltern können hier meistens auch nicht helfen, weil diese oftmals diese Schrift auch nicht  können.

Die Nachfrage nach diesen Kursen, die zwar Geld kosten, aber mit 20€ im Semester bezahlbar sind, ist groß. Es kommen oft Anfragen, ob noch Kinder aufgenommen werden können. Leider ist die Finanzierung dieses Projektes nicht gesichert, deshalb steht noch nicht fest, wie lange der Unterricht in der jetzigen Form weitergeführt werden kann. Aber, so Frau Taleb, falls die bisherige Finanzierungsgrundlage entfalle, müsse man sich unbedingt bemühe, andere Möglichkeiten zu finden, dieses Angebot aufracht zu erhalten.

Hier schreibt Baschir seinen Namen auf Arabisch.

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